“Wir sind KD”
Menschen machen den Unterschied

auf der GOETHE
Seit 200 Jahren prägt die Köln-Düsseldorfer die Schifffahrt auf dem Rhein wie kein anderes Unternehmen. Die KD steht für zwei Jahrhunderte Unternehmensgeschichte, technische Innovationen sowie für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Ihre Schiffe verbinden Städte, Regionen und vor allem Menschen.
Denn es sind stets die Menschen, die den Unterschied machen. Vieles gelingt nur gemeinsam im Team. Selbstbewusst lautet der Slogan der Beschäftigten des Traditionsunternehmens im Jubiläumsjahr: „Wir sind KD“.
Treffpunkt Schaufelradschiff “GOETHE”
Den meisten KDlern begegnen die Gäste an Bord der Schiffe. Die Flotte ist eine Klasse für sich, sie besteht aus sieben Event und acht Traditionsschiffen. Eine Sonderstellung nimmt das Schaufelradschiff „GOETHE“ ein. Der Dampfer ging 1913 als Ersatz für die ausgemusterte „Ernst Moritz Arndt“ an den Start. Es war der letzte Neubau für den kombinierten Güter und Personenverkehr der Preußisch-Rheinischen-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, einer der beiden Vorgängerinnen der KD. Am 5. Oktober 2008 endete die Geschichte der Dampfschifffahrt auf dem deutschen Teil des Rheins. Die Köln-Düsseldorfer ließ den Raddampfer „GOETHE“ auf Dieselantrieb umrüsten. Die markanten Schaufelräder werden seither von Hydraulikmotoren angetrieben. Das detailgetreu restaurierte Schaufelradschiff ist auf der Nostalgie-Route durch das ganze UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal unterwegs. Die Tour startet in Koblenz und geht bis Rüdesheim und zurück. Unterwegs ziehen Orte der Rheinromantik wie Braubach, St. Goarshausen, St. Goar, Bacharach, Assmannshausen und Bingen vorbei.
Bilderbuchkarriere im Service
Seit drei Jahren ist Manuela Labs Schiffsmanagerin auf der „GOETHE“. Für die Köln-Düsseldorfer ist die 62-Jährige bereits seit 35 Jahren im Einsatz. „Ich habe 1990 als Kellnerin auf der Asbach angefangen, später wurde ich Restaurantleiterin“, sagt die gebürtige Berlinerin. Die Arbeit auf der „GOETHE“ empfindet sie als besonders. „Neben den Touristen aus aller Welt dürfen wir viele Gäste aus der Region begrüßen. Häufig ältere Menschen, die am Rhein wohnen und mehr oder weniger regelmäßig an Bord sind. Viele dieser Stammgäste kenne ich mit Namen, da ergibt sich auch immer die Gelegenheit für ein kleines Schwätzchen. Diese persönlichen Kontakte sind sehr schön.“



Manuela Labs

Zeit für das “Schwätzchen” zwischendurch
Die Reise mit der „GOETHE“ auf der Nostalgie-Route ist auch bei Gruppen sehr beliebt. „Darauf ist unsere Gastronomie bestens eingestellt. Für diese Gäste gibt es auf Wunsch ein Menü, das vorab bestellt wird. Bei den Reisenden, die à la carte wählen, sind die Currywurst und die Stullen die Renner“, erzählt die Schiffsmanagerin. Diese Stullen sind recht neu auf der Speisekarte. Zur Auswahl stehen ein mediterraner (mit gegrilltem Gemüse), herzhafter (mit Schnitzel und Spiegelei) und vitaler (mit Salat, Spinat und pochiertem Ei) Belag auf einer kräftigen Scheibe Schweizer Ruchbrot. Das Prädikat „extrem schmackhaft“ verdient jede Variante.
Die “GOETHE” noch unter Dampf erlebt
Lange Jahre war die „GOETHE“ der letzte verbliebene Dampfer auf dem Rhein. Nach dem Saisonende 1989 wurde sie im Niehler Hafen in Köln zunächst außer Dienst gestellt und stillgelegt. Sechs Jahre später wurde das Schiff sehr aufwendig originalgetreu restauriert und völlig überholt. Ende August 1996 wurde die „GOETHE“ in Köln im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Öffentlichkeit präsentiert und in Dienst gesetzt. Einer der letzten Aktiven an Bord, die die „GOETHE“ unter Dampf erlebt haben, ist Gerd Grassl. Der Maschinist der „GOETHE“ arbeitete zunächst von 1986 bis 1996 bei der KölnDüsseldorfer. Seit 2018 gehört er wieder zum Team. Von „seiner GOETHE“ spricht er fast liebevoll. „Es ist ein Schiff mit ganz viel Flair, das eine besondere Ausstrahlung hat. Dies spüren auch die Gäste. Viele sind sehr daran interessiert, mehr über das Schiff und die alte und neue Antriebstechnik zu erfahren“, sagt der 65 Jahre alte Maschinist.

voller Fahrt

Außenfahrstand
Die “Alte Lady” braucht viel Zuwendung
„Ich fahre total gern auf der GOETHE. Ich freue mich immer, wenn es im Frühjahr wieder losgeht. Dann stehen wichtige Wartungsarbeiten an. Vor allem müssen die Motoren und die Hydraulik überholt werden.“ Generell brauche die „alte Lady“ viel Zuwendung, aber die Hauptsache sei, dass ihr Herz weiter schlage. „Als sie noch als Dampfschiff unterwegs war, war das richtige Knochenarbeit. Da war ich viel im Maschinenraum. Damals herrschten dort sehr hohe Temperaturen“, erinnert sich Gerd Grassl. Mittlerweile ist sein Arbeitsplatz der komfortable, klimatisierte Leitstand.
Schwimmendes Wahrzeichen
Auch nach über 100 Jahren, ob unter Dampf oder nicht: Die „GOETHE“ gehört zum Mittelrhein. Sie ist ein schwimmendes Wahrzeichen, das sich durch sein charakteristisches Tuten der Dampfpfeife schon von Weitem ankündigt. Wann und wo diese Pfeife ertönt, ist nicht genau festgelegt. „Wir geben das Signal an traditionellen Orten oder zu besonderen Anlässen. Die Menschen am Ufer lieben das“, sagt Kapitän Niko Braune. Er ist erst seit dieser Saison Schiffsführer auf der „GOETHE“. Der 43Jährige ist Nachfolger von Andreas Warz, der in den Ruhestand gegangen ist. Niko Braune startete seine Karriere bei der KD am 1. August 2000 als Schiffsjunge auf MS Berlin. Er teilt sich die Position des Schiffsführers der „GOETHE“ mit Gunnar Grosser. Alle drei Wochen wechseln die beiden die Plätze im Steuerhaus. „Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich nun dieses prestigeträchtige Schiff fahren darf. Generell faszinieren mich Ruderschiffe.“


KD NOSTALGIE-ROUTE
Noch bis zum 04.10.2026
Täglich außer montags
Koblenz – Rüdesheim – Koblenz
Informationen und Tickets: www.k-d.com/produkt/nostalgie-route