Meilensteine der KD

1826 bis 2026

KD Ausflugsschiff MS Stolzenfels vor der Burg Katz
© Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln

3. Oktober 1825

In Köln konstituierte sich die Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrts-Gesellschaft (PRDG).

1825

Es war eine der beiden Vorläuferinnen des heutigen Unternehmens Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH. Die andere war die 1836 in Düsseldorf gegründete Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein.

11. Juni 1826

Der preußische Innenminister Friedrich von Schuckmann genehmigt die Statuten der Kölner Gesellschaft.

1826

Dieses Datum ist das offizielle Gründungsdatum der Preußisch-Rheinischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft in Köln.
 
Der Kaufmann und Politiker Peter Heinrich Merkens wird der erste Präsident der Gesellschaft. Der Jurist und Unternehmer Bernhard Boisserée der erste Direktor.

1. Mai 1827

Mit dem hölzernen Seitenraddampfer „Concordia“ startete der Linienverkehr zwischen Köln und Mainz. Im gleichen Jahr kauft die Gesellschaft ein zweites Schiff, das den Namen „Friedrich Wilhelm“ trägt – nach dem preußischen König.

1827

13. Mai 1836

In Düsseldorf wird die Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein gegründet (DGNM).

1836

In Düsseldorf wird die Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein unter der Leitung des Düsseldorfer Handelskammerpräsidenten Gerhard Baum und des Kommerzienrates Karl Luckemeyer gegründet (DGNM). Die Gesellschaft wird am 22. September 1836 genehmigt. Bei der niederländischen Werft Fop Smit wurden sechs Holzschiffe bestellt.

1837

Die Dampfer „Herzog von Nassau“ und das Schwesterschiff „Erbgrossherzogin von Hessen“ waren die ersten eigenen Schiffe der neuen Gesellschaft, die 1837 vom Stapel liefen.

1837

In diesem Jahr errichtete die Gesellschaft in Düsseldorf einen eigenen Weinkeller. Den gab es in Köln erst ab dem Jahr 1845.

1838

Die Werft Gutehoffnungshütte in Ruhrort schuf für die Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrts-Gesellschaft mit dem Glattdeckschiff „Graf von Paris“ den ersten ganz aus Eisen gebauten Rheindampfer.

1838

Die Gesellschaft verfügte Ende der 1830er Jahre über elf Schiffe.

In den Folgejahren entbrannte zwischen den beiden Gesellschaften und einer niederländischen Reederei, der Nederlandsche Stoomboot Maatschappij, ein unerbittlicher Konkurrenzkampf. Außer von Preissenkungen und Wettfahrten zur Kundengewinnung wurde in den 1840er Jahren auch von gegenseitigen Schiffsrammungen berichtet.

9. Juni 1853

Die PRDG und die DGNM gründeten die Betriebsgemeinschaft Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt. Die Vertragslaufzeit wurde auf sechs Jahre festgelegt.

1853

1859 wurde nachverhandelt und der Vertrag unbefristet verlängert.

Beide Gesellschaften blieben weiterhin selbstständig und legten u.a. fest, die Strecke von Mannheim nach Straßburg nicht mehr zu bedienen, da diese durch den Bau einer Eisenbahnstrecke insbesondere im Güterverkehr nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war.

1860

Im Jahre 1860 wurden insgesamt 1,2 Millionen Fahrgäste befördert, die beiden Reedereien besaßen jeweils 14 Dampfschiffe.

1860

Unter Einfluss des Wettbewerbs mit der deutlich schnelleren Eisenbahn stagnierten die Fahrgastzahlen im Jahresdurchschnitt von 1861 bis 1899 bei rund einer Million, der Gütertransport hingegen verlor ständig an Bedeutung. Zu Zeiten der fortschreitenden Industrialisierung stieg der Bedarf an Erholungsfahrten auf dem Rhein, sodass 1867 mit den Schnelldampfschiffen Humboldt und Friede die beiden ersten reinen Fahrgastschiffe in Dienst gestellt wurden.

1913

Der bis heute noch in Fahrt befindliche Dampfer Goethe war der letzte Neubau für den kombinierten Güter- und Personenverkehr der Preußisch-Rheinischen DampfschiffahrtsGesellschaft.

1913

Das Schiff ging 1913 als Ersatz für die ausgemusterte „Ernst Moritz Arndt“ an den Start und wurde in Köln-Deutz auf der Gebrüder Sachsenberg Werft gebaut.

Zu diesem Zeitpunkt beförderte die KD auf 32 Schiffen rund 2 Millionen Fahrgäste.

1914 – 1918

Während des Ersten Weltkrieges wurden die Schiffe der Gesellschaft – wie bereits im deutschen Krieg (Preußen gegen Österreich) und im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) – auch für Heeres- und Verwundetentransporte eingesetzt.

1914 – 1918

Der Personenverkehr wurde weiterhin aufrechterhalten.

Ab 1914

Umrüstung von Schiffen zu Lazarettschiffen.

Ab 1914

Dazu zählt zum Beispiel der Dampfer „Cecilie“ mit 500 Betten, vier Ärzten und 20 Sanitätssoldaten.

1925

Die PRDG und die DGNM gründen im Düsseldorfer Handelsregister die Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt GmbH zur Verwaltung beider Reedereien.

1925

Die beiden Gründergesellschaften bestanden weiter. Im gleichen Jahr wurde der Bau der ersten Schiffe nach dem Krieg und der folgenden Besatzungszeit wieder aufgenommen.

1926

Auf der Werft Gebrüder Sachsenberg in Köln-Deutz erfolgt im April der Stapellauf des Doppeldeck-Salondampfers „Vaterland“. Es ist das Jubiläumsschiff zur 100-Jahrfeier der Preußisch-Rheinischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft.

1926

Durch den Konjunkturaufschwung in den „Goldenen Zwanzigern“ stieg der Bedarf an luxuriös ausgestatteten reinen Fahrgastschiffen. Die „Rheinland“ und die „Vaterland“ waren die ersten beiden Neubauten nach dem Ersten Weltkrieg.

1927

Mit MS „Freiherr vom Stein“ und MS „Beethoven“ nahmen die ersten mit Dieselmotoren angetriebenen Motorschiffe den Betrieb auf.

1927

Es waren zugleich die beiden größten Motorfahrgastschiffe auf dem Rhein.

1929

Der Doppeldeck-Salondampfer „Mainz“ war der letzte für die KD gebaute Schaufelraddampfer.

1929

Es war zugleich der 1000. Neubau der Werft Christof Ruthof in Mainz-Kastel.

Der Dampfer war seinerzeit das schnellste Schiff auf dem Rhein mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,2 km/h gegen den Strom.

Ab 1933

Durch die Weltwirtschaftskrise fielen die Passagierzahlen um über 20 %, die Güterbeförderung sank um 50 %.

Ab 1933

Schiffe der KD wurden während der Zeit des Nationalsozialismus auch für Ausflugsfahrten der Organisation „Kraft durch Freude“ der Deutschen Arbeitsfront eingesetzt.

1938

Die „Köln“ war das erste Groß-Motorschiff der Köln-Düsseldorfer und zugleich das letzte für die KD gebaute Schiff vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges (1939).

1938

1939 – 1945

Während des Zweiten Weltkrieges war der Fahrgastbetrieb der KD Schiffe starkeingeschränkt. Die weißen Schiffe erhielten einen blaugrauen Tarnanstrich.

1939 – 1945

Einige Schiffe waren als Lazarettschiffe im Einsatz. Bei Kriegsende war die in der Vorkriegszeit aus 22 Schiffen bestehende Flotte nahezu komplett zerstört. Etliche Schiffe waren durch Bombentreffer stark beschädigt, versenkt, ausgebrannt, geplündert oder verwüstet worden. Nur eine Handvoll Schiffe war bedingt einsatzfähig beziehungsweise konnte rasch instandgesetzt werden.

19. Mai 1946

Am 19. Mai wurde der Fahrbetrieb mit der in „Frieden“ umgetauften „Hindenburg“ zwischen Köln und Bad Honnef im Siebengebirge wieder aufgenommen.

1946

1951

Die KD befördert jährlich wieder mehr als 2 Millionen Fahrgäste.

1951

Bis 1953 wurden 18 Schiffe instandgesetzt.

1953

100 Jahre Zusammenschluss der PRDG und der DGNM zur Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt.

1953

1959

Als Ersatz für den ausgemusterten Dampfer „Kaiser Wilhelm“ wurde das Fahrgastschiff „Berlin“ gebaut.

1959

Es war damals das größte Passagierschiff auf westdeutschen Binnengewässern. Das Dreideckschiff konnte bis zu 3.000 Passagiere aufnehmen.

1960

Die „Europa“ war das erste für die KD gebaute Kabinenschiff.

1960

Das Motorschiff verfügte über vier Decks mit 75 Doppelkabinen und wurde für die Fahrt von Basel nach Rotterdam eingesetzt.

Damit leistete die KD echte Pionierarbeit und gilt seither als Begründerin der Flusskreuzfahrten.

1967

Die bislang als Betriebsgemeinschaft zusammenarbeitenden Kölner und Düsseldorfer Unternehmen fusionieren.

1967

Das Kölner übernahm das Düsseldorfer Unternehmen und wurde als Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG fortgeführt.

1971/1972

Das Tragflügelboot „Rheinpfeil“ vom Typ „Raketa“ wurde bei der russischen Werft Feodosia bestellt.

1971/1972

Das Boot hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h, bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h hob sich das Boot vom Wasser ab und glitt auf den Kufen übers Wasser.

26. August 1996

Am 26. August wurde der 1913 gebaute Schaufelraddampfer GOETHE als exklusives Ausflugs- und Charterschiff nach originalgetreuer Restaurierung wieder in Dienst gestellt.

1996

Das Schiff fährt bis heute für die KD im Mittelrheintal zwischen Koblenz und Rüdesheim.

2000

Im Jahr 2000 wurde die bis dahin erfolgreiche Flusskreuzfahrtsparte der KD inklusive 9 Hotelschiffe an Viking River Cruises verkauft.

2000

17. Juni 2004

Am 17. Juni taufte die KD mit MS „RheinEnergie“, heute MS „RheinMagie“, den größten Event-Katamaran Europas.

2004

Es war das erste KD Schiff in Katamaranbauweise und ist zugelassen für bis zu 1.650 Personen. Damit läutete die KD eine neue Ära für Events auf dem Wasser ein.

Anlässlich des Weltjugendtages 2005 in Köln nutzte der damalige Papst Benedikt XVI. das Schiff zur Pilgerfahrt auf dem Rhein.

Oktober 2016

Im Oktober übernahm die heutige UNITED WATERWAYS aus Basel die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG.

2016

Seither ist die KD Teil dieses größten europäischen Anbieters von modularen White-Label-Schiffsmanagement-Dienstleistungen auf allen Gewässern.

2022

Das Eventschiff „RheinGalaxie“ ist der jüngste Neubau der KD, zugelassen für bis zu 1.000 Gäste.

2022

2026

Die KD feiert ihr 200-jähriges Jubiläum.

2026