MS RHEINFANTASIE UMFASSEND RENOVIERT

Das KD Evenstchiff MS RheinFantasie wurde 2011 gebaut. Seither ist das Schiff eine der angesagtesten schwimmenden Locations für Events, Firmenveranstaltungen und Partyfahrten. Nach 15 Jahren im Einsatz war es Zeit für ein neues Kleid – nicht als radikaler Neuanfang, sondern als behutsame Weiterentwicklung.

Marketingdirektorin Nicole Becker
im Austausch mit Gerd Berenholz

Ein Vorhaben dieser Größenordnung ist indes kein leichtes Unterfangen. Mit 14 Metern Breite, 85,30 Metern Länge und rund 1.600 Quadratmetern Nutzfläche, ergänzt durch ein etwa 900 Quadratmeter großes Freideck, stellt die MS RheinFantasie besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung. Ganz zu schweigen von beeindruckenden Raumhöhen von bis zu 5,90 Metern. Eine Renovierung, die nicht nur handwerkliches Können erfordert, sondern auch ein feines Gespür für Dimension, Wirkung und Detail.

Neues Design mit zeitloser Handschrift

In Zusammenarbeit mit der Reklame Atelier Berenholz Konzept GmbH, dem langjährigen Partner der Köln-Düsseldorfer, hat die MS RheinFantasie ein echtes Update bekommen. Der Umbau und die behutsame Renovierung des Eventliners starteten im Oktober 2025 – mit einem klaren Ziel: ein modernes, zeitloses Erscheinungsbild, das lange begeistert.

Gemeinsam mit seinem Team entwickelte Gerd Berenholz ein fein abgestimmtes Farbkonzept, das bewusst auf Nuancen setzt: verschiedene Grautöne, die Ruhe ausstrahlen, zugleich aber Tiefe und Eleganz erzeugen. Wo zuvor Blau dominierte, entfaltet sich heute ein zurückhaltender, hochwertiger Look. Sämtliche sichtbare Flächen – von Wänden und Türen über Fensterrahmen bis hin zu Schrank-, Schubladen- und Thekenfronten – wurden in das neue Gestaltungskonzept integriert und aufeinander abgestimmt.

Das Besondere: Das Make-over wurde größtenteils mithilfe hochwertiger Projekt- und Hochleistungsfolien umgesetzt. Für Gerd Berenholz ist das weit mehr als eine technische Lösung: „Es ist sauber, schnell und wirtschaftlich – vor allem aber überzeugt es in Qualität und Haptik.“ Gleichzeitig steht diese Methode für einen nachhaltigen Ansatz, der Ressourcen schont und klassische Anstriche in vielen Bereichen ersetzt. Die Folien eröffnen zudem gestalterische Freiräume: feine Strukturen, subtile Oberflächen oder täuschend echte Holzmaserungen verleihen dem Raum Charakter und Tiefe. Das Ergebnis: ein frischer Look mit Charakter, der Modernität und Zeitlosigkeit perfekt verbindet.

MS RheinFantasie in Fahrt vor Köln
Kreative Arbeit im Reklame Atelier

“…mit seinem Team entwickelte Gerd Berenholz ein fein abgestimmtes Farbkonzept, das bewusst auf Nuancen setzt: verschiedene Grautöne, die Ruhe ausstrahlen, zugleich aber Tiefe und Eleganz erzeugen.”

LOOK MIT “WOW-EFFEKT”

Wer die neu eingekleidete RheinFantasie betritt, spürt ihn sofort: diesen Moment des Innehaltens, dieses leise Staunen – den klassischen „Wow-Effekt“. Der neue Look verleiht dem Schiff eine klare, aufgeräumte Eleganz, die zugleich Wärme ausstrahlt. Alles wirkt modern, harmonisch und einladend.

Als erste Gäste durften die Mitarbeitenden der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH das neue Interieur erleben. Beim Mitarbeiterfest zum Jubiläum „200 Jahre KD“ wurde MS RheinFantasie zur stimmungsvollen Kulisse für Begegnungen, Austausch und gemeinsames Feiern.

FIRMA REKLAME ATELIER ALS KOMPETENTE PARTNERIN

„Man kann sagen, dass wir das komplette Schiff einmal auf links gedreht haben. Es hat Abschnitt für Abschnitt, Stück für Stück die Farbe gewechselt. Fast wir ein Chamäleon, nur nicht in bunt“, sagt Gerd Berenholz. Das Make-Over ist das jüngste in einer langen Reihe von Projekten, die er in den zurückliegenden 48 Jahren mit und für die KD umgesetzt hat. Formal ist die Firma Reklame Atelier Berenholz ein Dienstleister des Schifffahrtsunternehmens. Tatsächlich ist der 68-Jährige ein Mitglied der KD-Familie. Der gelernte Raumausstatter kam als 20-Jähriger zur KD. Er wurde als Polsterer fest eingestellt. „Damals hatte das Unternehmen noch etliche eigene Handwerks-Abteilungen. Es gab nicht nur die Polsterei, sondern auch eine Schlosserei und eine Schreinerei sowie einen Elektrikbereich“, erzählt Berenholz. Alle Gewerke waren im Niehler Hafen untergebracht. An seine erste Arbeit für die KD erinnert er sich noch ganz genau. „Ich habe 50 Bürostühle neu gepolstert.“ Im Laufe der Jahre blieb es nicht bei Polsterarbeiten. Rasch zeigte sich, dass der junge Mann nicht nur handwerklich geschickt, sondern auch neuen Aufgaben gegenüber aufgeschlossen und sehr kreativ war. So kamen Dinge wie die Dekoration der Bordshops auf den Schiffen und die Ausstattung der Schaufenster und Schaukästen der KD-Agenturen dazu. „Die Rückseiten der Kästen etc. waren damals sehr hochwertig mit blauem Stoff bespannt. Das musste immer picobello aussehen.“

NACHBAU DER GODESBURG FÜR DIE MESSE

Irgendwann wurden er und sein Kollege Peter Patrzek der Marketingabteilung angegliedert und gestalteten auch die Messeauftritte der KD, zum Beispiel auf der Internationalen TourismusBörse (ITB) in Berlin oder auf der Messe des RDA-Internationalen Bustouristik Verbandes in Köln. „Mitte der 1990er Jahre haben wir für diese Kölner Messe einen Nachbau der Godesburg erstellt. Das war toll, das Teil war 20 mal 8 Meter groß.“ 1996 kam für alle KD-Handwerksabteilungen im Niehler Hafen das Aus. Die Gewerke wurden dicht gemacht, alle dort angestellten Mitarbeiter entlassen. Auch Gerd Berenholz, nach 19 Jahren. „Zuerst war ich geschockt und habe gedacht. ,Wie jetzt? Meine KD braucht mich nicht mehr? Das kann doch nicht wahr sein’. Gleichzeitig habe ich mir überlegt, dass die Dinge, die ich bislang gemacht habe, doch weiter gebraucht werden. Darauf kann das Unternehmen gar nicht verzichten.“ Richtig überlegt. Berenholz wandte sich an Norbert Schmitz, damals Bereichsleiter, später Vorstand der KD, und gewann ihn für die Idee, dass Gerd Berenholz weiter für die KD als Selbstständiger arbeiten sollte. Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter.

“MEIN HERZ SCHLÄGT FÜR DIE KD”

Am 1. Januar 1997 ging die neue Firma Reklame Atelier Berenholz & Patrzek an den Start. Wieder am angestammten Ort im Niehler Hafen, wo Berenholz mit Atelier und Werkstatt immer noch ansässig ist. „Wir haben vom Gefühl her stets zur KD gehört. Im Gegenzug wurden wir von den KDLeuten auch so behandelt und geschätzt. Dass wir selbstständig waren, ist vielen überhaupt nicht aufgefallen. Die Köln-Düsseldorfer war der Dreh- und Angelpunkt für uns. Und mein Herz schlägt noch immer für die KD, die zwei Buchstaben sind wichtig für mich.“

Wenig überraschend war und ist die KD der Hauptkunde der Firma. Seit vielen Jahren ist Marketingleiterin Nicole Becker die Ansprechpartnerin für Gerd Berenholz. „Wir müssen uns immer wieder besonderen Anforderungen stellen, für die es keine Lösungen von der Stange gibt. Wir brauchen sehr häufig spezielle Dinge und Sonderanfertigungen. Glücklicherweise findet Gerd genau diese Lösungen und das auch noch in einem kostengünstigen Rahmen. Wir profitieren immens davon, dass er die KD so gut kennt und etliche Entwicklungen und Veränderungen miterlebt und in Teilen auch mitgestaltet hat.“ Das zeigte sich zum Beispiel beim Re-Branding mit der Entwicklung und Einführung des neuen KD-Logos vor zwei Jahren. Diesen Prozess hat Gerd Berenholz federführend begleitet und umgesetzt.

Gerd Berenholz im Gespräch
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