Zwei Jubiläen, ein unvergesslicher Abend
Zwei Kölner Institutionen, zwei Jubiläen, eine Feier: Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH (KD) blickt auf 200 Jahre zurück, der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) auf 150 Jahre. Beide Unternehmen feierten gemeinsam mit nahezu500 Gästen an Bord der MS RheinGalaxie. Es war ein magischer Abend ganz im Zeichen von Köln, dem Rhein und der gemeinsamen Freude am Feiern. Das offizielle Gründungsdatum der KD ist der 11. Juni 1826, die erste Ausgabe des KStA erschien am 14. November 1876. Seine Geschichtebegann als lokale Beilage der Kölnischen Zeitung, die es von 1802 bis 1945 gab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kölner Stadt-Anzeiger ab Oktober 1949 wieder herausgegeben.

bei traumhaftem
Sonnenuntergang
Musiksynchrones Höhenfeuerwerk
Für ihr gemeinsames Jubiläumsfest wählten die beiden Unternehmen mit dem 1. August einen Termin etwa in der Mitte ihrer Gründungsdaten – und das aus gutem Grund: An diesem Tag fanden die „Kölner Lichter“ statt. Die Musik- und Feuerwerksveranstaltung gilt als Europas größtes musiksynchrones Höhenfeuerwerk. Anlässlich ihres 200-jährigen Jubiläums war die KD in diesem Jahr zudem einer der Sponsoren. Bei bestem Sommerwetter startete der Abend an Bord mit einem reichhaltigen Dinner-Buffet, ergänzt durch Live-Cooking-Stationen. Zuvor wurde eine Vorspeise serviert, später folgte ein abwechslungsreiches Dessert-Buffet. KD Geschäftsführerin Nina Luig und KStA-Chefredakteur Gerald Selch schnitten gemeinsam die Geburtstagstorte an und verteilten die ersten Kuchenstücke persönlich an die Gäste. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Künstlerin Foxee mit ihrer Band sowie die KD-DJs.
Niedriger Wasserstand problematisch
Die 21. Auflage der „Kölner Lichter“ fand unter erschwerten Bedingungen statt und stellte das Team um Organisator Werner Nolden nahezu stündlich vor neue Herausforderungen. Der niedrige Wasserstand des Rheins bescherte Köln am Tag der „Kölner Lichter“ einen RekordNiedrigpegel von 67 Zentimetern. Das hatte Auswirkungen auf den Schiffskonvoi. Von den ursprünglich 27 angemeldeten Schiffen erreichten sechs Köln gar nicht erst, weil ihr Tiefgang dies nicht zuließ. Andere, darunter auch das KD Schiff MS RheinMagie, konnten aus demselben Grund nicht im Konvoi mitfahren. Letztlich gingen 16 Schiffe in einem geänderten Konvoi auf Fahrt. Statt wie gewohnt von Porz in Richtung Rheinpark und Tanzbrunnen zu fahren, führte die Route zunächst von der Kölner Altstadt in Richtung Niehler Hafen und anschließend zurück bis zur Hohenzollernbrücke.


und KStA Chefredakteur
Gerald Selch mit dem
Jubiläumskuchen

und Gerald Selch
begrüßen die Gäste

verzauberte das Publikum
Magische Momente
Zur Begrüßung der Schiffe hatten etliche Menschen an den Ufern die Lichter ihrer Handys eingeschaltet. Viele Gäste an Bord der MS RheinGalaxie taten es ihnen gleich und leuchteten zurück. Das erzeugte eine wunderbare Atmosphäre und ließ für einen Moment eine besondere Verbindung zwischen den Menschen an Land und auf dem Wasser entstehen. Gleichzeitig tauchte der Sonnenuntergang den Abendhimmel in schönste Farben. Während sich die Spannung vor dem großen Finale immer weiter aufbaute, genossen die Gäste an Bord den besonderen Zauber dieses Sommerabends. Das imposante Feuerwerk, das diesmal unter dem Motto „Die magische Schule des Feuerwerks“ stand, bot wieder beste Unterhaltung. Von den rund 150.000 Besuchern an den Ufern und den Gästen auf den Schiffen gab es immer wieder begeisterten Applaus, der schließlich in einem minutenlangen Schlussbeifall mündete. Chef-Pyrotechniker Georg Alef und mehr als 20 weitere Pyrotechniker sorgten dafür, dass etwa fünf Tonnen Feuerwerk gezündet wurden.
Zum Auftakt erklang der “Feuervogel”
Begleitet wurde das Feuerwerk von sorgfältig ausgewählter Musik. Zum Auftakt erklang „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky, vorab eingespielt vom Kölner Soundshape-Ensemble. Es folgten „Evenstar“ aus „Der Herr der Ringe“ sowie drei Themen aus den Harry-Potter Filmen. Zudem wurde das Spektakel von bekannten Pop-Songs untermalt, darunter „Beautiful Things“ von Benson Boone, „Abracadabra“ von Lady Gaga und „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Mit „Never Enough“ aus dem Musicalfilm „The Greatest Showman“ ging das 27-minütige Feuerwerk zu Ende. Damit möglichst viele Besucher die Musik zum PyroSpektakel hören konnten, waren an beiden Rheinufern jeweils 16 Lautsprecher auf einer Strecke von zwei Kilometern aufgestellt worden.

mit Drohnenshow

mit Drohnenshow
Ausgezeichnete Stimmung
KD-Geschäftsführerin Nina Luig und KStA Chefredakteur Gerald Selch zeigten sich begeistert von der Stimmung unter den Gästen, die das Höhenfeuerwerk vom Freideck aus verfolgten. Für Sascha Gill, CEO von UNITED WATERWAYS, dem Mutterkonzern der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH mit Sitz in Basel, waren es die ersten „Kölner Lichter“. Der Gast aus der Schweiz zeigte sich tief beeindruckt. Er kommentierte die Show mit den Worten: „Damit habe ich nicht gerechnet, das ist ja gigantisch“. Erstmals fand vor dem eigentlichen Feuerwerk eine Drohnenshow statt. Deren Premiere verlief allerdings etwas holprig. Die mehr als 500 Drohnen starteten aufgrund von Funkproblemen erst mit gut 20 Minuten Verspätung. Am besonderen Erlebnis des Abends änderte das jedoch nichts.
