KD-Unternehmensgeschichte ist eng mit der Historie des Landes verknüpft
Die Geschichte der Köln-DüsseldorferDeutsche Rheinschiffahrt GmbH war in denzurückliegenden 200 Jahren stets eng verknüpftmit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichenEntwicklung der Städte und Regionen in ihrenEinzugsgebieten sowie mit den dort herrschenden politischen Gegebenheiten.

Anbringen des Schriftzugs
„Düsseldorf“ auf
Schiffsrumpf, ca. 1953
Die Köln-Düsseldorfer hatte zwei Vorläuferinnen: Die Gründung der Preußisch-Rheinischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft (PRDG) in Köln erfolgte 1826. Zehn Jahre später nahm die Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder-und Mittelrhein (DGNM) mit Sitz in Düsseldorf den Betrieb auf. Beide Städte waren damals Teil der preußischen Rheinprovinz.

Betrag von zwei Hundert
Talern zu Gunsten des
Herrn Johann David
Herstatt in Köln, 1829
Bedeutendes Kraftzentrum
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde 1815 auf dem Wiener Kongress die europäische Landkarte neu geordnet. Das Rheinland wurde Teil des Königreichs Preußen. Für Düsseldorf endete damit zugleich die Zeit als Residenzstadt des Großherzogtums Berg, Köln hatte bereits 1794 seine Stellung als Freie Reichsstadt verloren. Wirtschaftlich zählte die Rheinprovinz im 19. Jahrhundert zu den Kraftzentren Deutschlands. Die Bereiche Maschinenbau, Textilproduktion, Kohle und Montanindustrie florierten. Die Dampfschifffahrt und die Eisenbahn waren als innovative Verkehrs- und Transportmittel zu Wasser und zu Land mitentscheidend für den wirtschaftlichen Aufschwung. Die Köln-Düsseldorfer, beginnend mit ihren Vorgängerinnen, entwickelte sich zu einem bedeutenden Unternehmen für den Fracht und Personentransport, vor allem auf dem Rhein.
Selfies mit dem Dom im Hintergrund
Schiffe der Köln-Düsseldorfer waren und sind auch bei bedeutenden gesellschaftlichen und kulturellen Großereignissen flankierend eingebunden. Zu den leuchtenden Beispielen im wahrsten Wortsinn zählen auch in dieser Saison die traditionsreichen Events an Bord der KD bei Rhein in Flammen in Bonn, in Koblenz und in Oberwesel, den Feuerwerksfahrten in Boppard, in Cochem und in Frankfurt, beim Japanischen Feuerwerk in Düsseldorf und bei den Kölner Lichtern in der Domstadt. Stichwort Dom: Zu den beliebtesten Fotomotiven der KD Gäste zählen Selfies auf dem Oberdeck mit der Kathedrale im Hintergrund.
Erstes Foto mit Rheinpanorama
Beliebt war die Abbildung der Kombination Schiff und Dom bereits Mitte des 19. Jahrhunderts. In dem Bildband „Der Dom“ von Dombaumeister Peter Füssenich und der ehemaligen Dombaumeisterin Barbara SchockWerner und jetzigen Präsidentin des ZentralDombauVereins zu Köln von 1842, findet sich eine Aufnahme von Charles Marville aus dem Jahr 1853. Dem französischen Fotografen gelang die erste fotografische Aufnahme des Rheinpanoramas. Vorher gab es davon lediglich Stiche und Gemälde. Marville fing die Szene von der Deutzer Seite aus ein. Zu sehen sind Reste der Stadtmauer, der Dom, der seit 1842 weitergebaut wurde, und ein RheinDampfschiff. Mit ein wenig Mühe lassen sich auf dem Foto Reste des Namens am Schiffsrumpf entziffern. Es handelt sich um die Joseph Miller, 1847 im Auftrag der DampfschiffahrtsGesellschaft für den Nieder und Mittelrhein vom Stapel gelaufenes Glattdeckschiff.
Im Jahr 2005 stand der KDEventkatamaran MS RheinEnergie (jetzt MS RheinMagie) im Mittelpunkt eines kirchlichen Großereignisses. Im Rahmen des Weltjugendtages fuhr Papst Benedikt XVI. mit dem Schiff ein Stück auf dem Rhein und grüßte von Bord aus tausende Pilger, die das Rheinufer säumten.

veröffentlicht 1921
bei Hoursch & Bechstedt