Viel Zuspruch am Tag des offenen Decks

200 Jahre Köln-Düsseldorfer sind wahrlich ein Grund zum Feiern. Schon die Gründerväter hatten zum Start am 11. Juni 1826 das Ziel, Menschen mit den schönsten Orten und Sehenswürdigkeiten an Rhein, Main und Mosel zu verbinden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „Die KD möchte nach wie vor nah an den Menschen sein. Wir heißen alle auf unseren Schiffen herzlich willkommen und möchten eine gute Gastgeberin sein“, betont KD-Geschäftsführerin Nina Luig.

Besonders beliebt:
Ein Besuch bei Kapitän
Heiko Felix im Steuerhaus

KD lud zum Jubiläum ins Wohnzimmer ein

Gäste, die man schätzt, lädt man zu sich nach Hause ein – mitunter sogar ins Wohnzimmer. Beim „Tag des offenen Decks“ Anfang August öffnete die MS RheinFantasie ihre Türen. Nahezu alle Bereiche des prächtigen Eventschiffes konnten besichtigt werden. Es gab Führungen über das Schiff, Einblicke in die Bordküche und den Maschinenraum sowie einen Besuch bei Kapitän Heiko Felix auf der Brücke. Neben dem spannenden Blick hinter die Kulissen gab es ein buntes Kinder- und Animationsprogramm. Und das alles kostenfrei. Sechs Stunden lang lag das Schiff frei zugänglich am Kölner Rheinufer.

Kaltstart mit Gratis-Eis

Der Andrang war riesengroß. Bereits zum Auftakt um 11 Uhr warteten die ersten Besucher am Anleger. Viele Familien nutzten die Gelegenheit zu diesem besonderen Ausflug, nicht nur aus Köln, sondern auch aus der näheren Umgebung. Deniz Karadag lebt in Wesseling und ist mit ihren Kindern Elif und Merve gekommen. „Wir gehen häufig zum Rhein und warten auf die Schiffe. Die Kinder winken und freuen sich,wenn die Leute zurückwinken. Das passiert bei den KD-Schiffen mit den vielen Gästen an Bord natürlich besonders oft. Selbst sind wir bisher noch nicht mitgefahren, deshalb freuen wir uns sehr, heute alles kennenzulernen.“ Für die Knirpse gab es am Eingang zunächst einen Luftballon. Anschließend wollte die Mutter mit den beiden auf Erkundungstour gehen. Doch das musste warten: Elif und Merve hatten den Eiswagen im Eingangsbereich entdeckt.

Eis für alle!

Turnbeutel zum Ausmalen war der Renner

Achim Kampmann und Michael Schlossmacher ließen sich auf dem Freideck Kölsch und Currywurst zum Jubiläumspreis von jeweils 200 Cent schmecken. „Wir brauchen mal eine kleine Pause. Es ist angenehm, dass man trotz der vielen Menschen überall gut hinkommt, und es wirklich viel zu entdecken gibt.“ Ein paar Meter weiter freute sich Anika Feldhoff darüber, dass ihre fünfjährige Tochter Marie so viel Spaß auf der Hüpfburg „Dinopark“ hatte. „Sie ist sonst ein wenig schüchtern, aber Dinos mag sie sehr. Wir gehen gleich noch nach unten zum Malen.“ An den Malstationen lagen Stifte und Ausmalbilder bereit. Besonders beliebt waren die kleinen Turnbeutel mit Kordelzug zum Bemalen. Neben einem Segelschiff warteten Motive mit Fischen und sonstigen Meeresbewohnern darauf, leuchtend bunt zu werden. Die verzierten Beutel durften die Kinder als Andenken mit nach Hause nehmen.

Hüpfburg auf dem Freideck

Löwe oder Tiger? Hauptsache Tattoo am Bein

Am Stand für Glitzer- und Airbrush-Tattoos herrschte den ganzen Tag über fröhliches Gewusel. Die meisten Mädchen entschieden sich für ein glitzerndes Motiv, während die Jungen fachsimpelten, welches Airbrush-Tattoo am besten zu ihnen passte.

Fachgespräch mit der Künstlerin Birgit Völlings: „Was möchtest du?“ – „Einen Tiger.“ „Wohin?“ „Rechter Unterschenkel.“ „Wird gemacht. Dann setz Dich hier auf den Stuhl, winkel Dein rechtes Bein an und halt bitte kurz still.“

Wenige Minuten später war der zehnjährige Phil um einen imposanten Beinschmuck reicher. Seine beiden Freunde entschieden sich für einen Adler und einen Löwenkopf für ihre Unterschenkel. Eine Dame wollte wissen, wie lange die Motive halten. „Bis sie heiraten“, scherzte Birgit Völlings. „Vielleicht aber auch nur eine Woche.

Jeder Dreh ein Gewinn

Als Quell der Freude für Jung und Alt erwies sich im Laufe des Tages das KD-Glücksrad. Es drehte sich nahezu ohne Unterlass. Kein Wunder: Zu gewinnen gab es unter anderem Panorama- und Lounge Abendfahrten mit der KD in Köln, KD-Gutscheine mit 20 Prozent Rabatt, Grillschürzen, Bälle oder Flaschen- öffner mit Jubiläumslogo. Leer ging niemand aus. Wer am Glücksrad drehte, gewann – und sei es etwas Süsses wie die beliebten Hitschies Drachenzungen.

Heiß begehrt:
Glücksrad und Airbrush Tattoos
Jubiläumsballons
Heiß begehrt:
Glücksrad und Airbrush Tattoos

KD bietet sieben verschiedene Ausbildunsgberufe an

Direkt neben dem Glücksrad ging es um vielleicht noch glücklichere Entscheidungen. Martina Hofer, Ausbildungsleiterin der KD, und Corporate Captain Patrick Gereke informierten über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH.

„Wir bilden in unserer „Young Talent Community“ in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen an Bord und an Land aus“, erklärte Martina Hofer. Angeboten werden Ausbildungen zur Köchin oder zum Koch, zur Restaurantfachkraft, zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit, Büromanagement oder Veranstaltungsmanagement sowie zur Binnenschifferin bzw. zum Binnenschiffer und zur Binnenschifffahrtskapitänin bzw. zum Binnenschifffahrtskapitän. Sie berichtete von einer jungen Frau, die gleich am Vormittag gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester an den Informationsstand gekommen sei, um sich über die Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Ausbildung zur Binnenschifffahrtskapitänin zu informieren. Nach einem ausführlichen Gespräch an Bord der MS RheinFantasie möchte sie im nächsten Jahr während der Sommerferien ein Praktikum bei der KD absolvieren

Nachgefragt:
Ausbildung bei der KD

Bewerbungsmappe abgegeben

Ein junger Mann war sogar schon einen Schritt weiter. Er nutzte den „Tag des offenen Decks“ dazu, seine Bewerbung für die Ausbildung zum Binnenschiffer persönlich abzugeben. „Er hat in diesem Jahr bereits ein Praktikum bei der KD gemacht und möchte im nächsten Jahr mit der Ausbildung anfangen. Das ist natürlich prima“, freute sich Martina Hofer. Auf den künftigen Binnenschiffer wartet eine abwechslungsreiche Ausbildung. Die Nachwuchskräfte lernen alle Facetten der Fahrgastschifffahrt kennen. Vom An- und Ablegen über Deckpflege und Instandhaltungsarbeiten bis hin zum Kontakt mit den Gästen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und basiert auf einem dualen System. Die Praxis wird an Bord der KD-Schiffe vermittelt, die Theorie im Blockunterricht am Schiffer-Berufskolleg „Rhein“ in Duisburg. „Pro Jahr bieten wir drei neue Ausbildungsplätze an“, so Markus Schwartz. Er ist als Geschäftsführer der KD Europe zuständig für die Bereiche Nautik und Technik. Bewerben können sich Männer und Frauen mit einer abgeschlossenen Schulausbildung, ein Hauptschulabschluss genügt. „Die Bewerber sollten zudem ein gewisses Maß an körperlicher Fitness sowie technisches Verständnis mitbringen. Vor allem müssen sie schwimmen können.“ Ebenso wichtig sei die soziale Kompetenz. Denn bei der KD wird auf Teamarbeit gesetzt, die Mitarbeiter aus den Bereichen Nautik, Gastronomie und Küche arbeiten Hand in Hand.

„Gäste, die man schätzt, lädt man zu sich nach Hause ein … sogar ins Wohnzimmer.“

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