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Die GOETHE gehört zum Mittelrhein

Die „Goethe“ ist zurück. Nach einem Jahr coronabedingter Zwangspause ist das prächtige Schiff der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt wieder im Mittelrheintal unterwegs. An Bord des detailgetreu restau­rierten Schaufelradschiffes aus dem Jahr 1913 führt die KD Nostalgie-Route durch das gesamte UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrhein. Die Tour beginnt täglich um 9 Uhr ab Koblenz und geht bis nach Rüdesheim und zurück. Unterwegs ziehen Orte der Rheinromantik wie St. Goarshausen, St. Goar, Bacharach, Assmannshausen und Bingen vorbei. Das möchten wir uns näher ansehen. Wir starten in Boppard.

Sicherheit geht vor

Wie an unsichtbaren Kabeln gezogen, nähert sich das historische Schiff dem Städtchen Boppard. Die „Goethe“ nimmt eine der Bopparder Schlingen des Rheintals und schwenkt sanft zum KD-Anleger. Der liegt nicht weit entfernt vom Bahnhof, direkt an der Rheinpromenade. Beim Betreten des Schiffes gibt es zunächst etwas Flüssiges „aufs Haus“: Im Eingangsbereich steht ein Spender mit Desinfektionsmittel, damit sich jeder Gast die Hände desinfizieren kann. Markierungen auf dem Boden leiten die Besucher problemlos zu den Plätzen in den Salons oder auf den Freidecks. Das in der Saison 2020 ausgearbeitete, bewährte und ständig weiterentwickelte Hygiene- und Schutzkonzept sorgt dafür, dass sich die Besucher an Bord sicher fühlen können. „Wir folgen strikt den Richtlinien des Robert Koch-Instituts und der örtlichen Gesundheitsämter und passen die Maßnahmen rasch den jeweiligen Gegebenheiten und Situationen an. Die behördlichen Auflagen können ja von Stadt zu Stadt und von Bundesland zu Bundesland verschieden sein“, sagt Nicole Becker, Leiterin Marketing und PR bei der KD.

„Die Gäste sind total glücklich, dass wir wieder unterwegs sind. Und wir natürlich auch!“

Tipps für den Besuch in Boppard

Ein Zusatztipp für den nächsten Besuch in der alten Römerstadt Boppard: Die Stadt in der Ferienregion Mittelrhein trumpft mit einer Reihe von Sehenswürdigkeiten auf. Dazu zählen beispielsweise das Römerkastell, die Karmeliterkirche, die Kurfürstliche Burg, die auch das Museum der Stadt Boppard mit der berühmten Thonet-Ausstellung beheimatet und die Kirche St. Severus. An die Schaffens­jahre des Komponisten Engelbert Humperdinck in Boppard erinnert unter anderem eine Skulptur im Zentrum der Stadt. Sie zeigt eine Gruppe mit fast lebensgroßen Figuren, die den Künstler sowie ein Mädchen und einen Jungen in Anlehnung an seine Märchenoper Hänsel und Gretel darstellen.

Der abwechslungsreiche Mittelrhein Klettersteig belohnt die Kletterer mit einem herrlichen Blick auf das Rheintal. Den genießen die Passa­giere auf der „Goethe“ auf jeden Fall. Der Rhein bahnt sich seinen Weg bis nach Rüdesheim durch das rheinische Schiefergebirge und nimmt die Gäste mit durch eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft. Während der Schiffsreise gibt es Wissenswertes zu den Besonderheiten links und rechts des Flusses über den KD-TourGuide per WLAN direkt aufs Smartphone.

Schnitzel mundgerecht

„Auf eine angenehme Fahrt“: Vier muntere Damen gesetzteren Alters haben es sich im Salon Sessenheim gemütlich gemacht. „Wir sind so froh, dass wir endlich wieder etwas gemeinsam unternehmen können“, sagt Elisabeth Zimmermann. Die Idee zu der Tour hatte ihre Schwester Maria. Ihre Freundinnen Monika Busch und Karin Reifenrath schlossen sich gleich begeistert an. Die Frauen sind in Bad Salzig zugestiegen. Nun prosten sie sich mit Wasser zu. „Keine Sorge“, verkünden sie, „wir steigen später um.“ Später ist gegen 13 Uhr.

Kurz nachdem das Schiff Oberwesel passiert hat, wird die Mittagskarte studiert. Der Sinn steht nach Schnitzel mit Pommes und Salat. Der Appetit scheint innerhalb des Quartetts zu variieren. Karin möchte eine kleine Portion. „Haben Sie Ihren Kinderausweis dabei?“, fragt der Servicemitarbeiter mit gespielter Strenge. „Nein, aber meinen Seniorenausweis“, kontert die Dame mit dem kleinen Hunger. Als das Essen nach einer Weile serviert wird, tut der Kellner überrascht. „Da hat mir die Küche doch glatt ein kleines Schnitzel untergeschoben. Das muss ich wohl reklamieren.“ – „Kein Problem. Geben Sie es der Karin.“ Die Stimmung ist prächtig. Das liegt nicht nur am Panierten auf den Tellern und der Flasche Weißwein, die wie zuvor versprochen das Wasser abgelöst hat.

Warten auf internationale Gäste

„Die Gäste sind total glücklich, dass wir wieder unterwegs sind. Und wir natürlich auch“, sagt Restaurantleiter Sergio Cadeddu. Der 56-Jährige arbeitet seit 2002 auf der Goethe. Seine KD-Geschichte reicht weiter zurück, 1983 war seine erste Saison an Bord. „Ich vermisse noch das internationale Publikum und freue mich schon jetzt auf die Gäste aus Frankreich, Amerika und Asien.“ Froh, wieder auf dem Fluss zu sein, ist auch Goethe-Kapitän Andreas Warz. Nach 28 Jahren in Diensten der Köln-Düsseldorfer verbrachte der 55-Jährige im vergangenen Jahr erstmals einen ganzen Sommer auf dem Trockenen. „Ich fahre sehr gerne Schiff. Was soll ich so lange an Land oder im Hafen?“

Kita-Knirpse sind Goethe-Fans

Nicht nur er fühlte sich zuletzt ein wenig wie im falschen Film. Der Kapitän weiß aufgrund etlicher Rückmeldungen, wie sehr die Menschen das Schiff mit den markanten Schaufelrädern, die von Hydraulikmotoren angetrieben werden, vermisst haben. „Vor allem das charakteristische Tuten der Dampfpfeife. Eine Anwohnerin setzt die Kartoffeln auf, wenn die Goethe pfeift, eine andere bringt leicht tonversetzt ihre Tochter zu Bett“, berichtet Andreas Warz. Zu den enthusiastischsten Fans gehören die Mädchen und Jungen einer Kita in Kamp-Bornhofen. Die Knirpse stehen am Zaun und skandieren „Goethe – flöte“ wenn das 83 Meter lange Schiff vorbeizieht. „Eins ist ganz klar. Die Goethe gehört zum Mittelrhein. Es ist so eine Art schwimmendes Wahrzeichen“, freut sich Kapitän Warz.

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