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Der Weinberg ruft!

Nach dem Rhein ist die Mosel die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands. Sie zählt zu einer der am meisten befahrenen Wasserstraßen Europas. Davon profitieren auch Erholungssuchende zum Beispiel bei einer Moselrundfahrt. Vom Wasser aus eröffnen sich besondere Eindrücke der überaus reizvollen Mosellandschaft mit ihren steilen Weinbergen, imposanten Burgen und maler­ischen Orten. Eine Schiffstour auf der Mosel wird in Verbindung mit einem Stadtrundgang, einer Wanderung durch die Weinberge und einer erquickenden Rast in einer Straußwirtschaft, Vinothek oder Gaststätte zu einem Urlaubstag vor der eigenen Haustür. Alles, was man dazu braucht, sind gute Laune, Sonnenhut, festes Schuhwerk und Schiffstickets.

Berufswunsch: Binnenschifferin

Heute geht es aufs Schiff und in die Wein­­­berge. Erwartungsfroh betritt unsere kleine Reisegruppe die „Augusta“. Mit dem Schiff des Unternehmens Gilles, Partnerreederei der Köln-Düsseldorfer, geht es auf eine 2-stündige Mosel-Rundfahrt. Los geht es um 10.30 Uhr in Koblenz. „Herzlich Willkommen an Bord. Viel Spaß!“ – Hier sind wir richtig. Gerade eben haben wir die junge Frau bewundert, wie  geschickt sie das große Fahrgastschiff am Anleger festgemacht hat. Nun ist sie wieselflink zurück an Bord und begrüßt die Gäste. Sophie Hess möchte Binnenschifferin werden. Die 17-Jährige ist im zweiten Ausbildungsjahr. „Dieser Berufswunsch stand für mich schon ganz früh fest. Mein Vater ist Schiffsführer, ich bin quasi auf  dem Wasser aufgewachsen.“ Sie ist erst die zweite angehende Binnenschifferin, die die Reederei Gilles ausbildet. „Luca war der erste. Er hat im vergangenen Jahr die Prüfungen abgelegt. Als Jahrgangsbester“, erzählt Dennis Gilles stolz. Das Unternehmen steht für Tradition und Moderne.

„Seit fünf Generationen ist Gilles ein Familienbetrieb.“

„Augusta“ bietet Platz für fast 600 Gäste

Seit fünf Generationen ist Gilles ein Familienbetrieb. Vor gut 100 Jahren ging Friedrich Gilles mit zwei Schiffen an den Start. Mittlerweile ist die Flotte gewachsen. Die 50 Meter lange und fast elf Meter breite „Augusta“ ist die jüngste Errungenschaft des Unternehmens. Sie ist für maximal 580 Passagiere ausgelegt und ist damit das größte Gilles-Schiff. Die Seniorin (Baujahr 1931) und zugleich Nostalgie-Siegerin ist die „Cäcilia“. Die alte Dame gibt sich mit 32 Gästen zufrieden. Bevor das neue Panoramaschiff eine Moselanerin wurde, war es auf dem Main-Donau-Kanal unterwegs. Da hieß sie „Altmühlperle“. Da klingt „Augusta“ doch viel persönlicher.

Camper fahren gerne Schiff

„Wir sind sehr froh, dass wir nach dem coronabedingten Stillstand im vergangenen Jahr nun wieder unterwegs sein können. Das Tagesgeschäft läuft sehr gut. Wir profitieren davon, dass es rund um Koblenz viele Campingplätze gibt. Das bringt uns etliche Tagesgäste, die eine Schiffstour mit einer Besichtigung oder einer Wanderung an Land verbinden“, sagt Dennis Gilles. Gute Idee. So machen wir es auch. Wir unterbrechen die Fahrt in Richtung Winningen und steigen in Moselweiß-Güls aus. Die Wanderstrecke durch die Weinberge bis nach Winningen haben wir uns vorher auf dem Plan angesehen. Vom Anleger geht es zunächst über die Eisenbahnbrücke bis nach Güls. Wir orientieren uns an den Hinweisschildern zum „Moselsteig“ und „Rheinburgenweg“. Zu Beginn der Strecke folgen wir den Markierungen „Zuweg Moselsteig“. Dieser Zuweg führt ein kleines Stück durch ein Wohngebiet und dann weiter über einen feinkörnigen Schotterweg, vorbei an Streuobstwiesen und Getreidefeldern. Schließlich geht es leicht bergan in den Weinberg „Winninger Bruchstück“. Ab jetzt sind die steilen Rebhänge und die unten gemächlich fließende Mosel unsere Begleiter. Tolle Aussichten in beide Richtungen.

Faszinierende Trockenmauern am Steilhang

Ein Themenweg liefert Informationen zum Weinbau, da geht man doch klüger aus dem Berg heraus als man hinein geklettert ist.  Beeindruckend sind auch die kunstvoll gebauten Trockenmauern, die seit Jahrhunderten die Steillagen der Weinberge sichern und einen Lebensraum für schützenwerte Tiere wie Mauer-Eidechse oder Apollofalter bieten. Wir entdecken keine der beiden Mauerbewohner, aber die Schwanenfamilie auf einem Teich, die wir unterwegs getroffen haben, war auch ganz putzig. Die leicht zu bewältigende Tour – es gibt nur einige steilere Abschnitte – dauert knapp zwei Stunden. In Winningen bleibt noch ausreichend Zeit, um sich etwas auszuruhen und zu stärken. Um 14.40 Uhr stehen wir am Schiffsanleger in Winningen und werden an Bord der „Augusta“ von Sophie Hess wie alte Bekannte begrüßt.

1-stündige Panorama-Rundfahrten in Koblenz

Neben der 2-stündigen Mosel-Rundfahrt, die eine Schleusung beinhaltet, sind die jeweils 1-stündigen Panorama-Rundfahrten in Koblenz sehr zu empfehlen. Die Reederei Gilles bietet die Burgen-Schlössertour, die unter anderem vorbei am Kurfürstlichen Schloss, der Burg Lahneck, der Lahnmündung mit dem Johanneskloster und dem Deutschen Eck führt, an. Der Touristenmagnet Deutsches Eck, an dem Rhein und Mosel sich begegnen, ist auch Teil der Altrheintour. Zusätzlich sind die Festung Ehrenbreitstein, die Koblenzer Altstadt und die Insel Niederwerth zu sehen.

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