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Seit 50 Jahren Fan der KD

Heribert Kläser ist beileibe nicht der einzige, aber womöglich der treueste Fahrgast der Köln ­Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt. Seit 1969 kauft er sich rechtzeitig vor Beginn der neuen Saison eine KD­Jahreskarte. Seit 50 Jahren, ohne Ausnahme.

Von Kindesbeinen an zogen die Schiffe der Köln-Düsseldorfer Heribert Kläser in ihren Bann. So sehr, dass der Vierzehnjährige in den Ferien von seinem Wohnort Bergisch Gladbach nahezu täglich mit dem Fahrrad nach Köln fuhr, um die Schiffe auf dem Rhein zu beobachten. „Ich fand das toll, vor allem gefielen mir die Schiffe der KD-Flotte. Die waren richtig imposant, das hat mich fasziniert. Ich mochte es, einfach nur so am Ufer zu sitzen und mich an Bord zu träumen“, erzählt Kläser. Während seine Freunde ins Schwimmbad oder auf den Fußballplatz gingen, zog es ihn ans Wasser.

Faszination fürs Schiff erwachte früh

„Es war bereits damals eine Menge los auf dem Rhein. Es gab so viel zu sehen und zu beobachten. Langweilig wurde es mir nie, im Gegenteil. Es gab auch früher schon prächtige KD-Schiffe“, erinnert sich Heribert Kläser und gerät regelrecht ins Schwärmen. „Die Tragflügelboote Rheinpfeil und Rhein-Jet machten was her. Ebenso die Raddampfer und die Wappen von Mainz und die Wappen von Köln. Das Vierdeck-Fahrgastschiff Rhein bot maximal 3000 Gästen Platz und galt 1967 als das größte Passagierschiff auf europäischen Binnengewässern. Mein absoluter Liebling war die MS Stolzenfels.“ Aus dem bloßen Beobachter am Ufer war längst ein Schiffsexperte geworden.

Heribert Kläser an Bord "seiner" KD

Heribert Kläser an Bord "seiner" KD

Kapitän Heiko Felix begrüßt Heribert Kläser persönlich an Bord

Interview mit der RheinZeit Redaktion

Blick von der Reling

Heribert Kläser an Bord "seiner" KD

„Mein absoluter Liebling war die MS Stolzenfels.“

Einmal im Jahr zum Drachenfels

Manchmal reichte das Taschengeld, und der Junge gönnte sich hin und wieder eine kleine Schiffstour. Die jährliche Fahrt nach Königswinter mit der gesamten Familie nicht mitgerechnet. „Mit meinen Eltern und Geschwistern, mit Oma, Opa, Onkel und Tante schipperten wir zum Drachenfels. Das war Tradition, genauso wie der Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Schiff und die Wanderung den Drachenfels hoch. Zu Fuß natürlich. Die Zahnradbahn war zu teurer. Und die Esel haben wir auch links liegen gelassen.“

Eingeschworene Gemeinschaft

1969 fiel dem Schiffsbeobachter Heribert Kläser etwas auf, was seinem Hobby neuen Schwung verlieh. „Ich stellte fest, dass unter den Passagieren einige waren, die offenbar regelmäßig und häufig mitfuhren. Auf meine neugierige Nachfrage hin erfuhr ich, dass sie eine KD-Jahreskarte besaßen und daher nach Lust und Laune an Bord gehen konnten. So oft sie wollten.“ Das klang in den Ohren von Kläser wie Musik. Sogleich erkundigte er sich nach den Modalitäten für den Kauf der Karte. Und war zunächst ernüchtert. 320 D-Mark kostete das begehrte Stück. Zu viel für den Bankkaufmann, der gerade seine Lehre beendet hatte und 120 Mark Monatsgehalt nach Hause trug. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Gespräch mit dem KD-Chef. Der damalige Vorstandsvorsitzende Dr. Walter Hempel war von dem Enthusiasmus des jungen Mannes begeistert und gewährte ihm eine Ratenzahlung. So wurde Heribert Kläser mit 19 Jahren der seinerzeit jüngste Besitzer einer KD-Jahreskarte. Die postkartengroße Karte trug Adresse und Lichtbild und hatte die laufende Nummer 7. Sie verschaffte ihm auch den Zugang zur Gruppe der Stammfahrer.

Seine erste Jahreskarte

Große Leidenschaft

Die Nr. 1 ist gesetzt

„Es entwickelten sich im Laufe der Jahre wunderbare Bekanntschaften und sogar Freundschaften. Nicht nur unter den Mitreisenden, auch zwischen uns und den KD-Mitarbeitern. Wir waren fast so etwas wie eine Familie.“ Das empfindet der 69-jährige Kölner auch in seinem persönlichen Goldjubiläumsjahr so. Wenn er gemeinsam mit seinem Mann Michael D. an Bord kommt, wird das Paar fröhlich und herzlich begrüßt. Jeden Samstag geht Kläser auf Solotour. Dann fährt er mit dem KD-Schiff nach Linz und zurück. Die Jahreskarte 2019 ist nur noch so groß wie eine Scheckkarte. Sein Exemplar trägt seit dem Jahr 1974 durchgängig die Nummer 1.

Die KD-Jahreskarte

  • Freie Fahrt auf allen Rund- und Linienfahrten der KD!
  • Die Jahreskarte kostet 440 Euro und ist erhältlich direkt beim KD Verkaufsservice in Köln.
  • Auskünfte unter 0221/2088-318.
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