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Loreley-Rundfahrt durch das Welterbetal

Noch etliche Wochen müssen ins Land gehen, ehe die Koffer für den Jahresurlaub gepackt werden können? Draußen ist prächtiges Wetter, drinnen ist der Schreibtisch voll? Keine Gründe, um schlechte Laune aufkommen zu lassen. Für eine kleine Auszeit vom Alltag sorgt zum Beispiel eine Tour zur Loreley. Die unvergleichliche Landschaft und die zahlreichen Burgen des Mittelrheintals sind Anziehungspunkte für Menschen aus aller Welt. Möglich sind ausgedehnte Touren durch das Mittelrheintal mit Übernachtung oder ein entspannter Tagesausflug.

Wir entschließen uns für einen kombinierten Ausflug mit Schiffstour durch das Welterbetal, einem Spaziergang durch die Loreleystadt St. Goarshausen und einer Weinprobe der außergewöhnlichen Art in Rüdesheim. Das romantische Städtchen ist Ziel und Ausgangspunkt unserer Tagestour. Wir gehen um 9:15 Uhr am KD Anleger Rüdesheim an Bord von MS Stolzenfels. Das imposante Schiff erinnert mit seiner klassischen Bauweise an die großen Wappenschiffe der Köln-Düsseldorfer. Unsere kleine Reisegruppe hat Glück und erwischt Plätze auf dem Freideck. Noch rasch ein paar kühle Getränke geordert und die Reise mitten hinein ins Postkarten-Idyll des UNESCO-Welterbes Mittelrheintal kann beginnen. Unser erstes Etappenziel ist das Städtchen St. Goarshausen am Fuße der sagenumwobenen Loreley. Gespannt fiebern wir dem Tal der Loreley entgegen. Doch ehe die imposante Felsformation ins Blickfeld rückt, fesseln die Burgen und Schlösser zu beiden Ufern des Rheins unsere Aufmerksamkeit.

Sonnenbaden auf der GOETHE

In St. Goarshausen wartet das „Kätche“

Auf der etwa 67 Kilometer langen Strecke des Oberen Mittelrheintales zwischen Rüdesheim und Koblenz gibt es über 30 Burgen und Schlösser. Rein rechnerisch erhebt sich also alle zwei Kilometer eines der alten Gemäuer. Kurz über die Reling geblickt und an den Fingern abgezählt: könnte hinkommen. Nach knapp zwei Stunden Fahrt legt MS Stolzenfels in St. Goarshausen an. Wir lenken unsere Schritte in die historische Altstadt. Der mittelalterliche Teil ist gut 200 Meter lang und wird von zwei Türmen begrenzt. Im Volksmund heißt dieser Bereich liebevoll „Gäsegass“. Der Name erinnert an die Zeit als Ziegen (Gäse) überall herumwuselten und gern gesehene Mitgeschöpfe waren. Sie gaben Milch und auch ihr Fleisch und Fell wurden geschätzt.

Drosselgassein Rüdesheim

Besuch in der RheinWeinWelt

Das »Kätche« grüßt in St. Goarshausen

Heimat der Salmfischer

Inzwischen streifen keine meckernden Ziegen mehr durch den Ort, aber hier irgendwo soll noch eine sein. Wir müssen nicht lange suchen, da blickt die Gäs’ vorwitzig um die Ecke. Sagt aber nichts. Das Denkmal in Form einer Bronzeplastik hat sogar einen Namen. Es heißt „Kätche“. Verstohlen streicheln wir dem Tierchen über den Kopf. Zwar steht nirgendwo, dass das Glück bringen soll, aber schaden kann es ja nicht. Wer weiß. Wir befinden uns schließlich mit beiden Beinen im Land der Sagen und Mythen. Nicht weit vom „Kätche“ entfernt steht „Ernst, der Salmfischer“, ebenfalls eine Bronzeplastik. Die lebensgroße Darstellung des Mannes samt Fisch steht stellvertretend für das Handwerk der Salmfischerei, die viele Jahrhunderte typisch für St. Goarshausen war. An der Rheinpromenade, in der Nähe der Loreley-Fähre, werfen wir noch einen Blick auf die Büste von Heinrich Heine. Die Melodie und die Zeilen „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...“ seines weltberühmten Loreleyliedes haben wir noch im Ohr als wir um kurz nach 12 Uhr an Bord des Schaufelradschiffes Goethe gehen. Für unseren nächsten Ausflug in die Weinstadt stehen die Skulptur der Loreley am Ende der Mole des Loreleyhafens und der Aussichtspunkt auf dem Loreleyfelsen ganz oben auf dem Zettel.

EXTRATIPP

Für eine etwas ausgedehntere Tour bietet sich eine Übernachtung in Rüdesheim an. Dann bleibt genügend Zeit für einen Besuch mit Einkehrmöglichkeit auf der weltberühmten Drosselgasse. Es darf getanzt werden! Zentral im Herzen der Weinstadt liegen zum Beispiel das "Weingasthaus & Weinhotel „Breuer’s Rüdesheimer Schloss“, das „Hotel Lindenwirt“, oder das Hotel Zum grünen Kranz.

Jeder Jeton ist ein Gewinn

Auf dem Schiff fesselt ein anderes Schriftstück unsere Aufmerksamkeit. Die Speisekarte. Nach einem leckeren Mittagessen geht es aufs Freideck. Gut erholt und ebenso gelaunt betreten wir gegen 15.15 Uhr wieder Rüdesheimer Boden. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die Vinothek „RheinWeinWelt“. Untergebracht in den historischen, denkmalgeschützten Gebäuden der ehemaligen „Asbach Uralt Brennerei“ atmet hier der Geist des Weines weiter. Wir sind gespannt. Vor uns liegt eine Weinverkostung der besonderen Art. Aufbewahrt in großen, begehbaren Tanks warten Weine aus fast 80 Weingütern aus dem Mittelrheintal und den angrenzenden Gebieten Rheingau, Rheinhessen und Mosel darauf, probiert zu werden. Bevor es los geht gibt es Jetons wie im Spielkasino. Doch statt – „Nichts geht mehr“ – geht in dem ansprechend hergerichteten Gewölbe fast alles. Man wirft einen Jeton in den speziell konstruierten Dispenser, und der belohnt uns mit einem Probierschluck. Man kann ganz ungezwungen umherstreifen und nach seinem Lieblingswein Ausschau halten. Es darf auch gerne eine neue Liebe dabei sein. Es ist kein Speed-Dating. Man hat Zeit, bis die Jetons aufgebraucht sind. Oder man geht in die Verlängerung und holt sich Nachschub.

Besuch in der RheinWeinWelt

Drei Fragen an Annette Perabo

Im Gespräch mit der Geschäftsführerin der Vinothek RheinWeinWelt

Annette Perabo

Die Rhein Wein Welt gibt es seit gut einem Jahr. Wie sind Ihre Erfahrungen?


Die RheinWeinWelt ist von Anfang an sowohl vom Individualgast als auch von Gruppen aufgesucht worden. Das Besondere ist, dass Besucher aller Alterstrukturen und verschiedenster Interessen (ja, auch die „Nicht-Weinaffinen“!) eines gemeinsam haben: Sie alle empfinden den Ort als außergewöhnlich und fühlen sich wohl. Unser Konzept kommt an beim Gast. Das motiviert uns, innovativ und mit Herz weiterzumachen.

Sie bieten auch Veranstaltungen an. Können Sie ein paar Beispiele aus dem Angebot nennen?

Wir haben eine ganze Reihe von Veranstaltungen, alle Termine stehen auf unserer Homepage www.rheinweinwelt.de. So bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Käseaffineur Reiner Wechs unsere „Käse & Weinshow“ an – der Gast macht hier Käse in Kupferkesseln. Ebenfalls beliebt ist unser „Kulinarisches Duett“ – 7 Gang Menüs mit korrespondierenden Weinen, vorgestellt vom Winzer persönlich. Auch unsere Vernissagen der ausstellenden Künstler sind immer ein Highlight.

Worauf dürfen sich die Gäste in diesem Jahr freuen? Gibt es Neuerungen?

An Ideen mangelt es uns nicht. So wird in diesem Jahr ein neuer Branntweintank geöffnet und der ortsansässige Bäcker, die Bäckerei Dries, richtet dort das Aroma Lager ein – alles transparent für den Gast. Passend dazu wird es regelmäßig mit der mobilen Backstube Backevents geben. Auch wird es rund um das Thema Kaffeeröstung Neuerungen geben – momentan rösten wir unseren Kaffee noch extern, das soll aber in die RheinWeinWelt verlagert werden und vom Gast zu sehen sein.

NEU! MS RheinGalaxie
Spektakulär ab Mai 2020 auf dem Rhein!
Das neue KD Eventschiff.
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