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Ruine mit Panoramablick

Hoch oben auf dem zweithöchsten Berg des Siebengebirges offenbart sich Besuchern eine geradezu paradoxe Szenerie: Obwohl die dort errichtete Löwenburg von Zerfall und Zerstörung geprägt ist, strahlt sie eine schier unbändige Schönheit aus. Von dem einst imposanten Bauwerk sind lediglich einige Mauerreste übrig geblieben, die im Laufe der Zeit eine harmonische Symbiose mit der Natur eingegangen sind.

Dass Heinrich II. die Löwenburg ab 1180 an diesem exponierten Ort errichten ließ, war jedoch nicht der idyllischen Umgebung geschuldet. Als Vertreter des Grafengeschlechts von Sayn verfolgte er wohl eher machtpolitische Ziele: Die Burg sollte die Grenzen seines Herrschaftsge­bietes gegen das benachbarte Kurfürstentum Köln schützen. Der Bauherr sah sich vermutlich in Zugzwang, nachdem dort die Burgen Drachenfels und Wolkenburg entstanden waren. Seinen Namen verdankt das Bauwerk übrigens dem Löwen, der auf dem Wappen der Grafen von Sayn zu sehen ist.

Von der Blütezeit bis zur Zerstörung

Urkundliche Erwähnung findet die Burg erstmals nach dem Tod Heinrichs III. im Jahr 1247. In diesem Dokument wurde festgelegt, dass seine Frau Mechthild das Bauwerk als Witwensitz nutzen sollte. Da sie keine Söhne hatte, ging die Burg später an ihre Neffen, die Grafen Heinrich und Johannes von Sponheim-Heinsberg, über. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte das Gebäude 1484 in den Besitz des Herzogtums von Jülich-Berg und fungierte fortan als Dienstsitz des Amtmannes. Nach dieser Blütezeit war die Burg viele Jahrzehnte lang dem Verfall unterworfen, bis sie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unbewohnbar wurde. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) stand ihr schließlich die komplette Zerstörung bevor. Da in den 1980er Jahren einige Grundmauern der Burg freigelegt wurden, können sich Besucher heute mit ein bisschen Fantasie aber vorstellen, wie es hier im Mittelalter ausgesehen haben muss.

Spektakulärer Ausblick

Im Gegensatz zu manch anderem mittelalterlichen Bauwerk, kann die Bad Honnefer Löwenburg zwar nicht mit geheimnisvollen Sagen und Legenden aufwarten, dafür bietet das unter Denkmalschutz stehende Ruinenareal jedoch einen spektakulären Panoramablick über das Siebengebirge und den Rhein. Immerhin ragt der gleichnamige Berg, auf dem die Löwenburg steht, 455 Meter in die Höhe. Entsprechend faszinierend sind die Motive, die passionierte Fotoknipser hier vor die Linse bekommen. Wer sich auf den Weg zur Ruine macht, sollte aber wissen, dass sich die Bergspitze nur zu Fuß erreichen lässt. Doch seien Sie versichert: Es lohnt sich.

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