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Der Rhein von oben

Eine KD-Tour auf dem Rhein ist allein schon eine wirklich gute Wahl für einen Ausflug – namentlichwenn man sich für einen Abstecher ins UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal entscheidet.Noch schöner, abwechslungsreicher und eindrucksvoller wird eine solche Schiffstour, wenn man siemit einem Landgang kombiniert. Die Möglichkeiten für eine solche Kombination sind nahezu unbegrenzt.Unser Vorschlag diesmal: eine Wanderung von St. Goar nach Oberwesel.

Schiff plus X ist eine Formel, die eigentlich immer aufgeht, wenn man auf der Suche nach reizvollen Ausflügen am Rhein ist. Diesmal heißt das X RheinBurgenWeg, oder genauer: Etappe zehn dieses insgesamt rund 200 Kilometer langen Kurses, der von Remagen bis Bingen Wanderern die herrlichsten Ausblicke auf das Rheintal eröffnet. Natürlich sind auch Etappe eins bis neun und elf bis 13 tolle Ausflugsziele, aber dazu vielleicht in einer der nächsten Ausgaben der RheinZeit mehr. Diese Zahlen zeigen aber schon eins: Der RheinBurgenWeg unterteilt diese mit Natur- und Kulturgütern so überreich gesegneten 200 Kilometer Deutschland in handliche Happen, die jeder für sich wunderbare Anlaufziele für Tagesausflüge sind.

Ausflugsgefühl vom Start weg

Diesmal also Etappe zehn, oder in Orten ausgedrückt: von Sankt Goar nach Oberwesel.
Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, einen solchen Schiffs- und Wandertagesausflug einzuläuten, die alle mit der Beantwortung der Frage zu tun haben: "Wie komme ich zum Startpunkt der Wanderung?" Also in diesem Fall nach St. Goar. Da der 3.000-Einwohner-Ort einen Bahnhof hat, wäre zum Beispiel die Anreise mit dem Zug möglich, und natürlich könnte man auch das eigene Auto dort parken und dann losmarschieren. Doch die mit Abstand schönste Form der Anreise ist - natürlich - die per Schiff. Denn wer morgens bereits in Koblenz oder Rüdesheim an Bord geht, dehnt dieses wunderbare Urlaubsgefühl, das sich beim gemächlichen Dahingleiten auf dem Rhein und beim Anblick der unglaublichen Burgenvielfalt an seinen Ufern ganz automatisch einstellt, maximal aus. Außerdem - was ein schöner Nebeneffekt - kann man die folgende Wanderung bei dieser Variante bestens gestärkt angehen, denn an Bord bleibt reichlich Zeit für ein ausgiebiges Frühstück - und das ist wirklich empfehlenswert.
In St. Goar geht es dann gut gestärkt und tiefenentspannt an der neu gestalteten Uferpromenade von Bord. Wer sich nicht gleich Richtung Rhein- BurgenWeg aufmachen will, kann in St. Goar noch einen Abstecher zu Burg Rheinfels machen, der einst größten Verteidigungsanlage zwischen Koblenz und Bingen. Heute beherbergt die Ruine, deren älteste Teile auf das Jahr 1245 zurückgehen, ein Museum und vor allem ein Romantikhotel mit einzigartigem Blick. Doch sollte man sich nicht von der zugegeben überaus attraktiven Hotelterrasse einfangen lassen, schließlich soll es ja auf Schusters Rappen flussaufwärts und bergauf in Richtung Oberwesel gehen.

Ausblick vom Hotel Schloss Rheinfels

Steiler Start

Rund neun Kilometer umfasst diese Etappe des Rhein Burgen Wegs, sie beginnt unmittelbar hinter dem Bahnhof von St. Goar, von wo ein kurzer Zuweg auf den Hauptweg Richtung Oberwesel führt. Gleich der erste Aufstieg durch das wildromantische Lohbachtal ist sehr steil, dafür aber kurz, und ist der erst einmal bewältigt, geht es anschließend recht eben weiter. Oben auf dem Rheinplateau angekommen, lohnt ein erster Blick zurück, schließlich kann man sich dabei gedanklich selbst auf die Schulter klopfen für das, was man schon geschafft hat, und außerdem gibt es hier den ersten einer ganzen Reihe grandioser Ausblicke auf das Rheintal,die die Wanderung bereithält. Mit der Kretschhütte wartet hier oben auch ein geräumige rRastplatz, doch wer sich in St. Goar erst auf den Weg gemacht hat, kann diesen getrost links liegenlassen. Ab hier spielt der Rhein Burgen Weg nun sein Abenteuerpotential aus; gemäßigter Nervenkitzel ist nun fast bis Oberwesel derständige Begleiter des Wanderers. Doch keine Angst: Die Route ist selbst mit kleineren Kinderngut zu bewältigen, nur schwindelfrei und trittsicher sollte man hier sein. Zunächst geht es an der Hangkante weiter und das heißt: Fast mit jedem Schritt eröffnen sich dem Wanderer neue Ausblicke über St. Goar, den Rhein un dauf die gegenüberliegenden Uferhänge. Seelenbach-und Galgenbachteil heißen die nächsten Wegmarken, bevor es dann kurzzeitig wieder steil bergauf geht. Oben angekommen, ist der Aussichtspunkt Maria Ruh erreicht, und der ist wirklich jede Mühe wert, denn von dort hat man den wahrscheinlich umwerfendsten Blick auf den sagenumwobenen Loreleyfelsen am anderen Rheinufer. Bester Beweis dafür, dass sich jetzt eine ausgedehnte Rast lohnt, sind die vielen Sitzbänke, die hier oben stehen.

Loreleyblick

Ein besonderer Ausblick

Panoramablick vom Günderodehaus Oberwesel

Schwere Entscheidung

Wer dort Kraft und Eindrücke gesammelt hat,wandert auf herrlichen Wiesen- und Feldwegen, zwischen Hecken und Gehölzen weiter, bis an der Beulsberghütte mit Blick auf die Weinberge eine Entscheidung fällig ist: Kultur oder klettern?
Hier ist der Einstieg in den Oelsbergklettersteig, einer von zwei fast alpin anmutenden Passagen des Rhein Burgen Wegs. Auf den Wanderer warten1,3 Kilometer mit rund 170 Metern Höhenunterschied, fast senkrechten Wänden, Halteseilen, Leitern und Trittbügeln. Der Weg über den Klettersteig ist durchaus mit Nervenkitzel verbunden, aber für Schwindelfreie mit gutem Schuhwerk und ein wenig Kondition gut zu bewältigen.

Die Alternative: der Skulpturenpfad, der durch einfaches Terrain um den Berg herumführt.
Dort wo Klettersteig und Skulpturenpfad sich wiede rtreffen, lohnt ein Abstecher zum so genannten Günderodehaus mit seinem kleinen Filmmuseum und einem schönen Café, vom Panoramablic küber Oberwesel ganz zu schweigen. Und dann ist es auch schon fast geschafft: Bis zum Ziel Oberwesel sind es nur noch ein paar Schritte. Wer nach diesem Drei-Stunden-Marsch noch Energie hat, findet in Oberwesel mit seiner teilweise begehbaren Stadtmauer und der das Städtchen überragenden Schönburg noch reichlich sehenswerte Anlaufpunkte. Oder wie wäre es mit einem guten Tropfen aus den umliegenden Weinbergen?
Für eine kleine Weinverkostung ist zum Beispiel das traditionsreiche Weingut Lanius-Knab eine gute Adresse. Doch irgendwann sollte auch der weinbegeistertste Wanderer seine Schritte wieder an den Rhein lenken, um das Schiff Richtung Heimathafen zu besteigen und diesen abwechslungsreichen Tag an Bord bei gutem Rheinwein und dem einen oder anderen Schmankerl aus der abwechslungsreichen KD-Küche ganz entspannt ausklingen zu lassen.

Beeindruckend! Günderodehaus Oberwesel

Weinrast mit Aussicht

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